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Wie verkommen und moralisch verrottet diese vier Liverpooler waren, zeigt allein die Tatsache, dass sie nicht weniger als neun Frauen hatten, die Groupies gar nicht mitgezählt. Hier das erschütternde Sittenbild einer dekadenten Band:

JOHN LENNON

John und Cynthia Powell kannten sich vom Liverpool College of Art. John zuliebe stylte sie sich mit wasserstoffblondem Haar, engen schwarzen Pullis und Netzstrümpfen. Während des monatelangen Aufenthaltes der Beatles in Hamburg machte sich Cynthia weniger Sorgen wegen der leichten Mädchen der Reeperbahn, als wegen einer „Astrid“ (Kirchherr), die John in seinen Briefen häufig erwähnte. Im Frühjahr 1961 lernten sich die beiden Frauen kennen und freundeten sich an. 1962 eröffnete Cynthia John sie sei schwanger. „Da gibt’s nur eines, Cyn. Wir heiraten.“ Die Trauung fand am 23.8.1962 im Standesamt Mount Pleasent in Liverpool statt. In der Hochzeitsnacht spielten die Beatles im Riverpark Ballroom in Chester. „Es war mir peinlich, verheiratet zu sein“, sagte John. Am 18.4.1964 kam ihr Sohn Julian zur Welt, aber die Ehe der biederen Twin-Set-Trägerin und dem Bürgerschreck in Lederjacke war nie harmonisch und konnte nicht gut gehen. Am 8.11.1968 wird die Ehe geschieden. Zu dieser Zeit war John bereits mit Yoko Ono zusammen, die er am 6.11.1966 in der Indian Gallery in London bei einer Vernissage kennengelernt hatte. Bereits im Oktober 1968 war ihre erste gemeinsame Platte „Two vergins“ erschienen. Das Album entfachte einen Skandal, da die beiden nackt am Cover posierten. Die Hochzeit fand (beide ganz in Weiss) am 20.3.1969 in Gibraltar statt. 1973 trennten sie sich wegen zeitweiliger Eheprobleme, fanden jedoch Ende 1974 wieder zusammen und wurden am 9.Oktober 1975 – Johns 35.Geburtstag – Eltern ihres gemeinsamen Sohnes Sean Tara Ono.

 

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PAUL McCARTNEY

Pauls erste langjährige Freundin war Jane Asher, eine damals 17jährige Schauspielerin. Er lernte sie am 18.4.1963 bei Aufnahmen zu einer BBC-Sendung in der Royal Albert Hall kennen. Drei Jahre lebte Paul bei Jane und ihrer Mutter in der Wimpole Street 57 in London.

1968 während der Aufnahmen zum Weissen Album war er mit Francie Schwartz zusammen, von der weiter nichts bekannt ist, Paul versuchte die Beziehung geheim zu halten.

Am 15.5.1967 lernte er die Fotografin Linda Eastman kennen, die mit Eric Burdon und Chas Chandler von den Animals in seinem Stammlokal Bag O`Nails sass. Vier Tage später dokumentierte sie die Pressevorführung zu St.Pepper. Erst ein Jahr später trafen sie sich bei den Aufnahmen zu „Happiness is a warm gun“ wieder. Paul und Linda heirateten am 13.3.1969 im Standesamt Marylebone in London. Aus dieser Ehe stammen drei Kinder: Stella (heute international bekannte Designerin), Mary und James Luis. Lindas Tochter aus ihrer ersten Ehe, Heather, wurde von Paul adoptiert. Paul und Linda engagierten sich während ihrer gesamten Ehe für den Tierschutz. Musikalisches Zeugnis dafür ist der Song „Looking for changes“ auf dem Album „Off the ground“ Linda starb am 17.4.1998 mit erst 56 Jahren an Brustkrebs.

Am 11.6.2002 heiratete Paul das Ex-Model Heather Mills, die bei einem Motorradunfall 1993 ein Bein verloren hatte. Zusammen kämpfen sie dafür, die Welt von Landminen zu befreien und haben eine Stiftung für Landminenopfer ins Leben gerufen, die bisher 27.000 Amputierten geholfen hat. Am 28.10.2003 wurde ihre Tochter Beatrice Milly geboren. Doch dürfte die Dame ein ziemliches Flittchen gewesen sein, wenn man den Zeitungsberichten glauben schenkt. Die Ehe ist in Scheidung.

 

 

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GEORGE HARRISON

George überredete den Regisseur Richard Lester, dessen damaliger Freundin Patti Boyd eine Rolle als Schulmädchen im Film „A hard days night“ zu geben. Lester dürfte das bald bereut haben, denn Patti blieb bei George. Sie heirateten am 21.1.1966 in Epsom. Die Ehe war nicht sehr harmonisch und wurde am 9.6.1977 geschieden. Patti heiratete Georges Freund Eric Clapton, was der Freundschaft der beiden Musiker keinen Abbruch tat, sie traten weiterhin gemeinsam auf und produzierten zusammen. George schien im Gegenteil eher erleichtert.

Am 2.9.1978 heiratete George seine zweite Frau Olivia Trinidad Arias, mit der er bis zu seinem Tode am 29.11.2001 in Los Angeles zusammen war. Aus dieser Ehe stammt sein einziger Sohn Dhani (geboren 1.8.1978). Dhani nahm mit seinem Vater einige Stücke für das Album „All things must pass“ auf und spielte mit Eric Clapton, Jeff Lynne, Paul, Ringo und anderen 2002 beim „Concert for George“ zum Gedenken an seinen Vater.

 

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RINGO STARR

Aus Ringos erster Ehe mit Maureen Cox (1965 bis 1975) stammen zwei Söhne und eine Tochter: Zak (geboren 1965), Jason (1967) und Lee (1970). Sohn Zak, der bei dem Who-Schlagzeuger Keith Moon trommeln lernte, sitzt inzwischen bei Oasis an den Drums. Er machte Ringo auch zum zweifachen Grossvater.

Bei den Dreharbeiten zu „Caveman“ lernte Ringo seine zweite Frau, die Schauspielerin Barbara Bach (eigentlich Barbara Goldbach) kennen, mit der er seit 27.4.1981 verheiratet ist. Diese Ehe blieb kinderlos.

Seine erste Frau Maureen heiratete später einen der Gründer der Hard-Rock-Cafès, Peter Morton. George Harrison sagt man eine Liaison mit Maureen Anfang der 70er-Jahre nach. Er war es auch, der seine Gitarre in Mortons Cafè an der Wand hängen liess um sich einen Stammplatz zu sichern. Als es ihm Pete Townshend von den Who nachmachte, war die Idee des Hard-Rock-Cafè geboren.

 

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